
Wir werden als LSU in Zukunft offensiver darauf hinweisen, dass Lebenspartnerschaften nicht in Konkurrenz zur Ehe stehen
Auf dem Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion “Das “C” ist für uns Programm – Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes”, der am Montag im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages stattfand, stellte der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, fest, dass Politik mit dem Betrachten der Wirklichkeit beginne.
“Inwiefern gilt die gegenseitige Fürsorgeverpflichtung nicht im Rahmen einer Lebenspartnerschaft? Und warum sperrt sich die Union gegen weitere Rechte für Lebenspartner?” fragte der stellvertretende Bundesvorsitzende der LSU, Thomas Steins, den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Kauder hatte zuvor deutlich gemacht, dass eine christlich-demokratische Familienpolitik bei allem Respekt vor der Vielfalt von Lebensentwürfen niemals die Gleichrangigkeit der Ehe mit anderen Modellen des partnerschaftlichen Zusammenlebens akzeptieren werde.
“Zwar hat sich Herr Kauder in seiner Antwort auf meine Fragen klar gegen eine Diskriminierung von Lebenspartnerschaften ausgesprochen und Respekt und Anerkennung gefordert. Jedoch verwehrte er sich ausdrücklich gegen eine Gleichsetzung mit der Ehe und hob besonders hervor, dass nur aus der Zeugung durch Mann und Frau Kinder hervorgehen, die die Gesellschaft sichern. Die LSU stellt nicht in Abrede, dass die Familie Keimzelle der Gesellschaft ist. Jedoch werden wir auf der Grundlage des Koalitionsvertrages von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Umsetzung der Rechtsangleichungen, insbesondere im Einkommensteuerrecht und im Bundesbeamtenrecht, einfordern”, resumiert Steins die Diskussion.
“Wir werden als LSU in Zukunft offensiver darauf hinweisen, dass Lebenspartnerschaften nicht in Konkurrenz zur Ehe stehen, dass die Partner ebenso füreinander einstehen und sich gegenseitig Halt geben, wie in Ehen und dass auch in Lebenspartnerschaften Kinder geliebt und behütet aufwachsen und dort auf einem bürgerlichen Wertefundament erzogen werden. Die rechtliche Angleichung der Lebenspartnerschaften ist deshalb ein unerlässlicher Schritt”, erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der LSU abschließend.
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Björn Beck
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